Persönliche Meinungen eines Experten für Umwelt-Informatik (siehe auch www.eenergie.net/wiki)

Kundenfreundlichkeit der Bahn

Ulrich Schaaf  September 27 2014 20:35:10
Am 17.09. sind wir mit der Bahn von Seeg nach Füssen gefahren. Wir sind spät weggekommen, hatten aber einen wichtigen Termin in Füssen. Also liefen wir zum Bahnhof im Laufschritt, gar nicht schlecht für unser Alter! Der Zug war gerade eingefahren und wir sprangen ohne Fahrkarte auf. Ein kundenfreundlicher Schaffner hätte uns dafür beglückwünscht, dass wir so tüchtig waren, um die Dienste der Bahn in Anspruch zu nehmen.

Nein, der Schaffner sagte nur: Das wird jetzt aber teuer!

Image:Kundenfreundlichkeit der Bahn

Jetzt sollen wir für diese Zugfahrt, die normal € 3,60 für beide gekostet hätte € 86,40 bezahlen.

Wir werden diesen Betrag nicht bezahlen. Der entsprechende Schriftwechsel wird unten im Kommentarfeld veröffentlicht. Gerne kann auch die Bahn Stellung nehmen!
Comments

1Ulrich Schaaf  09/27/2014 22:00:48  Kundenfreundlichkeit der Bahn

Uns so sieht der Briefwechsels mit der Bahn aus:

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>>>>>> Mein Schreiben vom 17.09.14

Ihre Mitteilung:

"Ich war heute mit meiner Frau unterwegs nach von Seeg nach Füssen: Zugabfahrt in Seeg 08:38 h. Nachdem wir spät dran waren und zum Zug gerannt sind, konnten wir keine Fahrkarte mehr lösen. Im Zug sind wir sofort zum Schaffner, Herrn 'Name gelöscht' gegangen und wollten nachlösen.

Herr 'Name gelöscht' meinte: "Das wird jetzt teuer, jeweils 40 €, weil wir ohne gültige Fahrkarte eingestiegen sind."

Wir haben die Strafe nicht bezahlt, weil das normale Vorgehen - schon mehrmals erlebt - das Nachlösen des Fahrscheins im Zug ist. Meistens sind die Schaffner kulant und verlangen den normalen Fahrpreis, manchmal wird auch eine Nachlösegebühr erhoben.

Ich bin jetzt mehrere Jahrzehnte Bahncard-Kunde und finde diese Behandlung skandalös.

Bitte schaffen Sie den Vorgang schnellstmöglich aus der Welt; die Strafe werde ich jedenfalls NICHT bezahlen!

Vorgangsnummern:

FN-Nr 40 xxxxx

FN-Nr 40 xxxxx

Vielen Dank

U. Schaaf & . . .

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>>>>>>> Schreiben des Kundenservice der Bahn vom 16.09.14

Ihre Nachricht vom: 17. September 2014

Unser Zeichen: 1-xxxxxxxx

Sehr geehrter Herr Schaaf,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir bedauern, wenn es im Rahmen einer Fahrscheinkontrolle zu Missstimmungen gekommen sein sollte.

Erlauben Sie eine Anmerkung vorab: Der Verkauf im Zug ist seit dem 01.04.2007 nicht mehr erlaubt. Kann ein Fahrgast aus welchen Gründen auch immer nun keinen für seine Fahrt gültigen Ausweis vorzeigen so ist der Zugbegleiter verpflichtet, den festgestellten Sachverhalt im Vordruck Fahrpreisnacherhebung (FN) festzuhalten, den erhöhten Fahrpreis (= doppelter Fahrpreis, mindestens EUR 40,00) zu vermerken und die Durchschrift dem Fahrgast auszuhändigen. Voraussetzung für diese Forderung ist dabei nicht, ob eine Betrugsabsicht vorlag, sondern allein der festgestellte Sachverhalt ist dafür maßgebend. Dem Verkehrsunternehmen kann sicherlich nicht angelastet werden, dass kein gültiger Fahrausweis vorhanden war. Dies fällt ausschließlich in den Verantwortungsbereich des Reisenden.

Unsere Zugbegleiter müssen jeden Fahrgast unterschiedslos behandeln, denn Zugbegleiter handeln nach den für Bahn und Kunden in gleicher Weise verbindlichen Bestimmungen dieses Tarifs. Unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung müssen sie auch dann angewandt werden, wenn ein Reisender in Unkenntnis gehandelt hat. Wir sind uns natürlich durchaus bewusst, dass die Diskussion zwischen Kundenbetreuer und Fahrgast bei Unstimmigkeiten verbunden mit Fahrgeldforderungen im Zug äußerst schwierig ist. Trotzdem können wir auf die Einhaltung der Tarifregelungen nicht verzichten.

Leider sind wir nicht der richtige Ansprechpartner für Ihr Anliegen bezüglich auf die Fahrpreisnacherhebung. Bitte wenden Sie sich mit Nennung des 13-stelligen Aktenzeichens, beginnend mit Nr.: 40 …, schriftlich an die

DB Vertrieb GmbH

ServiceCenter Fahrpreisnacherhebung

76518 Baden-Baden

Online-Service: www.db-fahrpreisnacherhebung.de

Die Bearbeitung von Einsprüchen gegen Fahrpreisnacherhebungen erfolgt ausschließlich dort. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.

Sollte unser Prüfer Ihnen nicht korrekt begegnet sein, bitten wir dafür um Entschuldigung geben dabei aber auch zu bedenken, es kann bei solchen Tätigkeiten wie der Fahrscheinkontrolle nicht immer vermieden werden, dass Konflikte entstehen, diese sollten aber von unseren Mitarbeitern soweit möglich mit der gebotenen Umsicht bewältigt werden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin Ihr Vertrauen schenken und wir Sie auch zukünftig als Gast in unseren Zügen begrüßen dürfen.

Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen zu Ihrem Nahverkehr in der Region haben . . .

.

>>>>>>> Meine Bitte den Vorgang doch intern weiterzuleiten

Date: 26.09.2014 12:56

Subject: Re: Ihre Nachricht vom: 17. September 2014

Guten Tag,

vielen Dank für Ihr ausführliches Schreiben, in dem Sie sich für unzuständig erklären. Ich habe großes Verständnis für Ihre Schwierigkeiten, kundenunfreundliche Regelungen zu verteidigen.

Sie haben aber doch sicher die Möglichkeit diesen Vorgang an die zuständige Stelle weiterzuleiten; Sie würden mir damit die erneute Meldung des Vorgangs ersparen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

U. Schaaf

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>>>>>>> 5 Minuten nachdem ich einen Link zu diesem Blog-Eintrag geschrieben hatte

DB Bahn

26. September um 14:00

Hallo Ulrich Schaaf, Sie verlinken in Ihrem Post auf Ihren Blog, in welchem der Mitarbeitername genannt wird. Aus diesem Grund lösche ich Ihren Post. Bitte beachten Sie unsere Netiquette und verzichten Sie auf die Nennung persönlicher Daten. Vielen Dank. /ni

Die Bahn hat recht! Das gehört sich nicht. Blog wurde geändert.

Sorry U. Schaaf

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>>>>>>> nach erneutem Einstellen in die Facebookseite

DB Bahn

26. September um 14:23

Hallo Ulrich Schaaf, bitte beachten Sie unsere Netiquette: www.facebook.com/dbbahn/app_594434923972803 und verlinken nicht auf Webseiten Dritter. Zudem sind in der von Ihnen verlinkten Seite viele persönliche Daten enthalten (E-Mail-Adressen, Vorgangsnummern und FN-Nummern). Aus diesem Grund habe ich Ihren Post erneut gelöscht. /tr

Jetzt sieht man, was Netiquette bedeutet

Abwehr kritischer Kommentare!

Erstaunlich wie schnell die reagieren!

U. Schaaf

2Ulrich Schaaf  10/10/2014 19:36:53  Zahlungsaufforderung

>>>>>>> Schreiben der Stelle für Fahrpreisnacherhebungen vom 07.10.2014

Sehr geehrter Herr Schaaf,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 02.10.2014.

Sie konnten bei der Kontrolle im Zug keine Fahrkarte vorlegen.

In unseren Nahverkehrszügen können Sie weder eine Fahrkarte kaufen noch entwerten.

Daher befindet sich an den Türen der Hinweis "Zusteig nur mit Gültiger Fahrkarte". Für die Fahrpreisnacherhebung ist es nicht von Belang, ob Sie unbewusst, aus Eile oder Kleingeldmangel ohne Ticket eingestiegen sind.

Wir bedauern, Ihnen nach Abwägung aller Aspekte keine andere Antwort geben zu können. Bitte über weisen Sie bis zum 21.10.2014 den Betrag von 43,20 EUR. Geben Sie dabei die Nummer der Fahrpeisnacherhebung an.

Wir wünschen Ihnen künftig eine gute Fahrt!

Mit freundlichen Grüßen

DB Vertrieb GmbH

Fahrpreisnacherhebung