 Ulrich Schaaf
| Uli Schaaf April 28 2012 14:27:07. Der langjährige Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth hat in der SZ vom 27.04.12 eine Außenansicht veröffentlicht: Falscher Jammer Die Energiewende braucht keine Milliardensubventionen, sondern einen klaren Rahmen für den Wettbewerb Ausdrücklich weist Kurth darauf hin, dass eine zentrale Maßnahme für diesen Rahmen in einer Standardisierung der ' Verbindung zwischen dem Zähler (die neuen Smartmeter) und den Modulen, die eine intelligente Steuerung des Stromverbrauchs erst ermöglichen' besteht und fordert eine ' gemeinsame Datenplattform' für Netzbetreiber und Stromlieferanten. Wie sonst soll sich das Internet der Dinge durchsetzen? Die Bundesnetzagentur war auf diesem Gebiet sehr aktiv; Kurth's Meinung ist deshalb wirklich sachkundig! Die eGovernance-Initiative könnte daraus großen Nutzen ziehen. Hier der Text des Artikels: Kurth_SZ-Außenansicht_20120427_0002.pdf Uli Schaaf April 26 2012 09:13:05. Die eGovernance-Initiative baut eine Internet-Plattform (eGovernance-Manager) für Wirtschaftsbetriebe auf. Sie hilft den Unternehmen den gesellschaftlichen Wandel für sich zu nutzen und die wachsenden Anforderungen von Markt und Gesellschaft besser zu bewältigen. Das Szenario einer Zukunft im Jahr 2030 ist in der BDI-Studie: " Deutschland 2030 – Zukunftsperspektiven der Wertschöpfung" anschaulich beschrieben. Die Autoren erwarten eine hohe Volatilität in vielen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen. Ich empfehle die Lektüre des Management Summary auf S. 7. Die Studie stellt zunächst die prognostizierbaren Trends und Treiber der Wertschöpfung vor, um dem dann mögliche oder zu erwartende technische, ökonomische und soziale Brüche ( Disruptionen) mit ihren Auswirkungen gegenüberzustellen. Trends, z.B. - Zunehmende Bedeutung von branchenübergreifenden, internationalen Wertschöpfungspartnerschaften
- Wandel der Kundenanforderungen
- Digitale Integration von Prozessen
- Wandel der Rohstoffsituation
- Zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit
Brüche ( Disruptionen), z.B. - Mobilität wandelt sich vom Produkt zum Dienstleistungsgeschäft
- Weitgehende Dezentralisierung der Energieversorgung
- Verknappung von Rohstoffen und Energie
- Das Internet der Dinge eröffnet völlig neue Geschäftspotenziale
- Community-basiertes Kundenverhalten sprengt herkömmliche Geschäftsmodelle
- Vollkommene Internalisierung externer Kosten ("ökologische Wahrheit" wird eingepreist)
Anschließend werden die Zukunftsperspektiven im Kapitel Paradigmenwechsel der Wertschöpfung (S. 76 ff) zusammengefasst: - Branchenübergreifendes Kooperationsmanagement
wird zum kritischen Erfolgsfaktor in wertschöpfenden Innovationssystemen - Nachhaltige Innovationen
werden zum zentralen Hebel der Wertschöpfung - Bildung neuer Interessensallianzen
Vom Shareholder Value zum Stakeholder Value - Wandel von klassischen Planungsprozessen
hin zum Management und zur Steuerung der Komplexität Das ist aus meiner Sicht eine Steilvorlage für den eGovernance-Manager! Wenn man nicht mehr klassisch planen kann, braucht man Web2.0-Foren, in denen man die Zukunft erörtert, gebündelte Informationen für Stakeholder, Collaborations-Werkzeuge für Wertschöpfungsketten sowie Dokumentations- und Berichtswerkzeuge für nachhaltiges Wirtschaften. Und man braucht ein innovatives Geschäftsmodell, eine eGovernance-Genossenschaft! (siehe Kapitel 4 des Papiers von Müller-BBM eGovernance-Manager, Geschäftsmodell) . Uli Schaaf April 7 2012 13:27:54. Der Prozessdatenbeschleuniger ( P23R) möchte den Datenaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung verbessern: "Ziel des P23R-Prinzips ist es, die Bearbeitung von Verwaltungsverfahren deutlich zu beschleunigen. . . " ( Link). Das Verbesserungspotenzial geht jedoch viel weiter als die elektronische Datenübermittlung von der Wirtschaft zur Verwaltung. Dies wurde im Workshop des BUA-Verbands " Schnittstellen Betreiber - Behörde - Messinstitut" herausgearbeitet. Norbert Suritsch von Müller-BBM hat jetzt ein Konzeptdokument veröffentlicht, das die gesamte Prozesskette "Vom Genehmigungsantrag über den elektronischen Messbericht "eMessbericht" zur Emissionserklärung" betrachtet. Er stellt es in den Zusammenhang des eGovernance-Managers, der eine Plattform zur Realisierung des Verbesserungspotenzials bietet. Es kann hier heruntergeladen werden: M98445_01_Ber_2D.PDF Suritsch stellt den Status Quo dar und beziffert die jährlichen Bürokratiekosten (ca. 200 Mio), die der Wirtschaft im Rahmen immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsverfahren entstehen. Er beleuchtet dann die aus dem Genehmigungsbescheid folgende Anlagenüberwachung und daraus erwachsenden Berichtspflichten der Anlagenbetreiber. Anschließend stellt er den medienbruchfreien Ansatz des eGovernance-Managers dar und skizziert ein mögliches Geschäftsmodell. Die eGovernance-Initiative wird diesen Ansatz weiterverfolgen und die Voraussetzungen zur Realisierung des beträchtlichen Verbesserungspotenzials schaffen. . Uli Schaaf March 19 2012 10:05:51. Das P23R-Projekt soll die Prozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung vereinfachen. Die Berichterstattung, die der Gesetzgeber von der Wirtschaft fordert, wird durch das P23R-Prinzip wesentlich vereinfacht. Wichtig ist dabei die dezentrale Speicherung der Berichtsdaten im P23R-System bei den Unternehmen und zentral verwaltete Regeln, die von einer Koordinierungsstelle kommen. Meine Anregung für die zentrale Koordinierungsstelle: Dort wird eine Wissens- und Gliederungsbasis bereitgehalten, die sich Unternehmen herunterladen können. - Die Wissensbasis
enthält z.B. die Liste der Emissionsstoffe, oder die Brennstoffe mit deren Emissionsspektrum, sowie Emissionsfaktoren. Sie verweist auch auf diverse Unterlagen, die für die Berichterstattung relevant sind, z.B. die BREF-Dokumente zu den Besten verfügbaren Techniken. - Eine Gliederungsbasis
enthält z.B. die vielen Code-Listen, die für die Berichtsdaten wichtig sind, z.B. Codes für die Eingruppierung von Anlagen nach der 4. BImSchV. Wichtige Code-Listen gibt es z.B. im XUBetrieb-Standard (Kapitel 3 ff) oder im BUBE-Progamm (siehe Beispiel zur 4. BImSchV unten)  Klar, dass Unternehmen solche Daten brauchen, wenn sie korrekte Berichte abgeben wollen! Wie soll über eine Emissionsfracht berichtet werden, wenn die Stoffbezeichnung nicht bekannt ist? Diese Daten sind öffentlich und können als Open Data allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Etwas schwieriger ist es, ein Anlagenverzeichnis aufzustellen, weil Unternehmen vielleicht keine Veröffentlichung der Anlagen-Kennzeichnungen wünschen. Für solche Fälle könnte die Gliederungsbasis beschränkte Zugriffe nur auf "eigene" Anlagen erlauben. Wenn man allerdings die künftige Gesetzgebung im Auge hat (siehe die Veröffentlichungspflicht von Genehmigungen in der IED), dann wäre ein öffentliches bundesweites Register großer Anlagen sinnvoll und akzeptabel für die Wirtschaft. Uli Schaaf March 15 2012 19:27:29. Mein Blog-Eintrag vom 01.12.2011 hat Diskussionen verursacht. Ich habe aus den Gesprächen gelernt und sehe den Vorschlag für einen Datenstandard jetzt differenzierter. Man sollte den Standard jetzt doch - zumindest in Teilen - in Kraft setzen! Es sind vor allem folgende Aspekte, die ein geändertes Bild ergeben: - Die Autoren hatten nicht die Absicht, ein geschlossenes (Makro-)Modell für die Abbildung von Betriebsdaten zu entwerfen.
Unterschiedliche Sichtweisen der Bundesländer zur Datenmodellierung würden - so die Argumentation - einen geschlossenen Standard gar nicht ermöglichen. Ich finde das zwar schade, weil eine Angleichung der Sichtweisen sehr wünschenswert wäre; aber diesen Anspruch kann man an den Standard nicht stellen. - Der Standard XUBetrieb kann wie ein Lego-Baukasten verwendet werden;
aus Einzelteilen - ich nenne sie Mikro-Standards - können Gesamtlösungen (Makro-Modelle) erstellt werden kann. Die Einzel-Komponenten, aus denen man ein Makro-Modell erstellen kann - sind für sich Bausteine, die flexibel eingesetzt werden können. Diese Teile des Standards ist sehr hilfreich und sollten in Kraft gesetzt werden! Beispiel: Das Mikro-Modell sieht einen Standard für Messwerte (deutsch: "Bestimmung", englisch: "Measurement") vor. Aus dieser Komponente können dann verschiedenste Typen zusammengesetzt werden, z.B. Kläranlage, Stoffbilanz, Stofftransport - XUBetrieb baut auf UN/CEFACT auf, dem internationalen Standard für Electronic Business.
Das sollte man nachdrücklich unterstützen, damit die Standardisierung auch Englisch spricht! Hoffentlich kommen die Antragsteller diesbezüglich bei XÖV - eine bisher fast ausschließlich deutsche Veranstaltung - durch! Die Diskussionen betrafen aber auch den im P23R-Projekt entwickelten Standard für Emissionen - vorläufig benannt mit XUEmission. Dieser beinhaltet auch Beschreibungselemente für betriebliche Daten. Es ist jetzt geplant, diese Standards abzugleichen. Den Entwurf eines vorläufigen Arbeitspapiers, in dem ich die (Makro-)Standards XUBetrieb und XUEmission vergleiche, können sich interessierte Personen hier downloaden. Der Text ist nicht mehr ganz aktuell; die Erörterungen könnten aber für die weitere Entwicklung eines Makro-Standards wichtig sein. XUBetrieb_Stellungnahme_20111210.pdf Ich würde mich freuen, wenn meine Stellungnahmen als konstruktive Kritik wahrgenommen würde! Standards müssen diskutiert werden! . | Links zu verwandten Themen | | XUBetrieb Frühere Stellungnahme | | P23R-Projekt dort wurde der XUEmission-Standard entwickelt | Uli Schaaf March 3 2012 20:52:59. Noch etwas langsam und vorsichtig muss es sein, aber ich kann wieder kleine Schitouren machen, ein halbes Jahr nach meinen Krankenhausaufenthalten. Wieder unter den Lebenden! Die Tour ging auf Füssener Jöchl, ca. 600 Höhenmeter; Abfahrt über die Piste. Sowohl Hüfte als auch Pumpe arbeiten gut. Uli Schaaf February 8 2012 11:38:51. Im Forum des Wirtschaftsteils der Süddeutschen Zeitung (SZ) vom 04./05.02.2012 hat Dieter Schweer eine interessante Studie des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) vorgestellt: Industrie2030-Schweer_2012.pdf Die Studie kann beim BDI heruntergeladen werden: Deutschland 2030 - Zukunftsperspektiven der Wertschöpfung Die Kernaussagen der Studie sind ein perfekter Hintergrund für die eGovernance-Initiative: - Immer mehr fundamentale Veränderungen in der Industrie
- Vernetzungen über Branchengrenzen hinweg werden zunehmend wichtiger
- Intelligentere Produkte und Service-orientierte Geschäftsmodelle auf dem Vormarsch
Es geht darum, dass Unternehmen den gesellschaftlichen Wandel positiv für sich nutzen können. Offensive Vernetzung, Steuerung der Komplexität und neue Service-orientierte Geschäftsmodelle sind angesagt. Zitat aus der SZ: "Knappheiten und veränderte Wertvorstellungen führen dazu, dass sich das Thema Nachhaltigkeit in allen Märkten durchsetzt. Geschäftliche Aktivitäten geraten zunehmend unter gesellschaftspolitischen Rechtfertigungsdruck." Eine bessere Begründung für die Notwendigkeit einer eGovernance-Plattform habe ich noch nicht gefunden! . Uli Schaaf January 23 2012 16:33:06. Im Schloss Hopferau hat der erste eGovernance-Workshop stattgefunden. Die zweitätige Zusammenkunft kann als deutlicher Erfolg gewertet werden mit mehreren signifikanten Ergebnissen bei einer großen Themenvielfalt. Besonders hervorzuheben sind: > Die Priorisierung von Themen aus einem breiten Pool der Möglichkeiten, > ein konkreter Ansatzpunkt für ein Start-Projekt im Umfeld des Prozessdatenbeschleuniger (P23R), > Skizzierung eines Geschäftsmodells, das eine überbetriebliche Zusammenarbeit ermöglicht. > Vereinbarung der weiteren Vorgehensweise. Weitere Workshops werden noch in diesem Jahr stattfinden. Eindrücke aus der Diskussion: Linke Seite, von links nach rechts: Stephan Wissel, Dr. Wolfgang Bergstein, Dr. Marcus Lempert, Ulrich Schaaf rechte Seite: Peter Vorgel, Michael Komm, Ralf Schauer, Norbert Suritsch hinter der Kamera: Lukas Schaaf Uli Schaaf December 4 2011 13:38:50. Die Firma Inplus GmbH wurde im Jahr 1988 von mir gegründet. Im November 2011 habe ich die Geschäftsführung abgegeben und 80% der Anteile an meine Söhne Christoph und Lukas sowie an einen strategischen Investor, das Messinstitut Müller-BBM (40%) verkauft.  Die Meilensteine: | 1983 | Übernahme des Münchner Büros der Datum e.V., eines halb-öffentlichen Instituts, das ADV-gestützte Planungshilfen für die öffentliche Hand entwickelte. | | 1985 | Programm BGsys für die Erfassung und Kontrolle von Sonderabfallbegleitscheinen Stadt Essen, Länder Hessen und Rheinland-Pfalz | | bis 1988 | Projekte für das Bayerische Landesamt für Umwelt und das Umweltbundesamt "Bundesweite Auswertung der Sonderabfall- begleitscheine" | | 1988 | Gründung der Inplus GmbH, Environment & Management | | 1989 | Programm UMsys2 in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium und dem Landratsamt Altötting (Immissionsschutz, Gewässerschutz und Abfall) | | seit 1994 | Nutzung von UMsys3 für die Chemie-Industrie im bayerischen Chemiedreieck (Hoechst, Wacker) | | bis 1995 | Aufträge der EU-Kommission (Europäischer Abfallkatalog) und des Bayerischen Umweltministeriums sowie der AKDB (Kommunales Umwelt- und Naturschutz-Informationssystem) | | 1995 | Programm UMsys4 in Zusammenarbeit mit den Städten Köln und München | | ab 1998 | Weiterentwicklung und Nutzung von UMsys4 für die Industrie in Zusammenarbeit mit der OMV Deutschland, Infraserv Gendorf und Wacker Chemie | | 2005 | Prämiertes Projekt Interact für das Genehmigungsmanagement im Internet zusammen mit der Stadt Köln. | Hier ist die Pressemitteilung zur strategischen Partnerschaft zwischen Müller-BBM und Inplus. Pressemitteilung_MBBM-Inplus_20121221.pdf In der Kooperation mit Müller-BBM ist die Inplus GmbH jetzt strategisch breit aufgestellt zur Bedienung der Industrie im Bereich Umwelt- & Sicherheitsmanagement. Ich wünsche den neuen Eigentümern viel Erfolg bei der Weiterführung des Betriebs zu neuen Ufern. Uli Schaaf December 1 2011 11:30:43. Am 21. November fand die Abschlussveranstaltung des Standardisierungsprojekts XUBetrieb statt. Das Projekt wurde vom UBA im Rahmen des IT-Investitionsprogramms der Bundesregierung durchgeführt und beschäftigt sich mit einer der dringendsten Aufgaben im Bereich der Umweltberichterstattung, mit Datenstandards. Insofern ein großes Lob an die Behörden, dass sie das Thema angehen! Ich war bei der Veranstaltung und habe mir die Ergebnisse der Datenmodellierung angesehen. Nach der Veranstaltung war ich sehr optimistisch, jetzt sind mir allerdings ernsthafte Zweifel gekommen! Zuerst die positiven Aspekte: - Die vorgeschlagenen Datenstandards sind als Komponenten entworfen.
Entwickler können sich dieser Komponenten bedienen und entsprechende Datentypen und -elemente verwenden. Sehr zu empfehlen! Siehe Spezifikation von XUBetrieb - Es gibt englische Übersetzungen!
Endlich möchte man sagen! Es hat sich ja herumgesprochen, dass die Umwelt nicht an Deutschlands Grenzen endet! Glückwunsch an die Autoren, dass sie sich da über eine ärgerliche Beschränkung der Standardisierungsplattform des Bundes (XÖV) hinweggesetzt haben. - Die Auftragnehmer haben sauber gearbeitet.
Die Ergebnisse machen einen guten Eindruck. Sie sind auf dem Stand der Kunst! Die Arbeitsgemeinschaft von Enda GmbH & Co und Krallmann AG ist eine schlagkräftige Truppe. - Die Standardisierungsbemühungen sollen weiter gehen.
Die Präsentation der Ergebnisse war gut. Es ist geplant, dass es in einem Jahr wieder einen XUBetrieb-Workshop geben soll. Ich hoffe, dass bis dahin Verbesserungsvorschläge eingebracht werden können. Nun aber meine Zweifel, die ich auf dem Hintergrund meiner langjährigen Erfahrungen bei der Erstellung von Umweltdatenmodellen und bei der Mitarbeit in einem Parallelprojekt des IT-Investitionsprogramms äußere: - Die Vorgehensweise führt zu unvollständigen Ergebnissen.
Der Auftraggeber ist von den Top10-Berichtspflichten ausgegangen und hat aus den dafür erforderlichen Datensätzen den Standard entwerfen lassen. Zunächst richtig gedacht; wie sollen denn die Auftragnehmer sonst vorgehen?! Die Ergebnisse sind dadurch bedingt aber unvollständig. M.E. hilft es aber nicht, mit großem Aufwand noch alle möglichen zusätzlichen Berichtspflichten zu analysieren. Man muss die Datenmodellierung verallgemeinern! Ein wichtiges Beispiel: Der Begriff Anlage, eine Never-ending-story im Umweltrecht! Es gibt allgemeine Attribute, die eine Anlage beschreiben; die sollten doch auch eine Kläranlage charakterisieren?! Natürlich braucht die Kläranlage eigene Attribute, aber sie braucht auch die allgemeinen Anlagen-Kennzeichnungen, wie z.B. die Datumsangaben zu Genehmigung, Inbetriebnahme und Stilllegung. Weiteres Beispiel: Den Betreiber gibt es nicht als eigenen Typ. - Die Datenmodellierung darf nicht von den Gesetzen her kommen, sie muss von den Naturwissenschaften ausgehen!
Gesetze ändern sich laufend. - Ich muss das nicht weiter ausführen?! - Physik und Chemie sind weitaus stabilere Orientierungsgrößen. Wir sollten also von der Verfahrenstechnik ausgehen und von dort aus die umweltrelevanten Objekte modellieren. Die gesetzlichen Vorschriften werden als Sichten auf die "naturwissenschaftliche Modellierung" entworfen. Ich kann viele Beispiele aus meiner beruflichen Erfahrung dazu bieten, wie Datenmodelle durch Firmenübernahmen oder neue Gesetze gekippt wurden. Die Modelle, die mit verfahrenstechnischem Hintergrund entworfen wurden, haben Jahrzehnte überdauert. - Ich sehe eine große Gefahr, dass viele neue Vorhaben, die im Umfeld von XUBetrieb laufen, jetzt ganz andere Wege gehen.
Erinnert sei an eine neue BUBE-Version, die in Vorbereitung ist, oder die vielen Projekte der Bundesländer (ISA, AIS-I, alias LISA), die ebenfalls auf Anlagen zurückgreifen. Ich plädiere dafür, den Standard so nicht in Kraft zu setzen, sondern ihn grundsätzlich zu überarbeiten! . |
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